Upgrade SHK mittels 3D-Druck-Teilen

  • Hi,


    im Rahmen der Umstellung auf Duplex kümmere ich mich momentan um die Aeronaut SHK.


    Es gibt mehrere "Probleme" mit dem aktuellen Innenleben, die ich in dem Zug beseitigen möchte.


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    Durch das EZFW schaufelt sich der Flieger regelmäßig selber Dreck in den Rumpf.


    Da ich nicht die gesamte Mechanik einhausen wollte bleibt nur die Konstruktion eines "Schutzbleches", das mit dem Rad ein- und ausklappt.

    Also ab an den Rechner und das CAD-Programm starten.



    Die seitlichen Taschen sind so geplant, dass sie stumpf auf die Bügel passen, die mit dem Rad bewegt werden.


    Das Ganze wurde zum Drucken in der Mitte geteilt, um einen Überhang zu vermeiden:



    Dann noch "kurz" drucken, zusammenkleben (UHU Hart Kunststoff) und Probesitzen.



    Leider musste ich nochmal kurz nachbessern, aber ansonsten hat alles gepasst.



    Jetzt sitzt alles korrekt und ist mit UHU-Por am Aluminum festgeklebt.


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    Als nächstes folgt eine Änderung am Blei.

  • Es geht weiter:


    Die alte Schleppkupplung in der Nase wurde entfernt und ein neues Brettchen mit Loch im vorderen Drittel zwischen Schwerpunkt und Nase eingeklebt.

    Bei der DG600 funktioniert diese Position sehr gut, der Segler steigt wie ein Drache ohne Höhenrudereingaben hinter dem Schlepper.

    Bei der angestrebten Bauweise gegenüber den Nasenkupplungen entfällt auch das meistens lästige Gefummel beim Einklinken und die Gefahr, dass sich das Seil eingeklemmt.



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    Gleichzeitig habe ich auch die gebogenen Bleiplatten vom vorderen Rumpfboden entfernt. Dabei bin ich diesem Gedankengang gefolgt:


    Ein 4m-Segler fliegt selten lange geradeaus, sondern kreist einen Großteil der Zeit in der Thermik. Liegt der Schwerpunkt des Modells sehr tief ist dies zwar förderlich für die Stabilität im Geradeausflug, allerdings benötigt man größere Eingaben auf dem Querruder beim Kreisen. Das erzeugt durch die Verwirbelungen erhöhten Widerstand.

    Verlegt man das Gewicht höher (also näher an die Längsachse des Fliegers) sollte dieser einfacher und schneller ein-/auslenken.

    Ob man das im Flug bemerkt? Weiß ich nicht, aber es ist die für mich "sauberere Lösung" (der Rumpf bietet ja auch genug Platz).


    Also habe ich eine Aufnahme für meine gegossenen Blei-Platten gezeichnet und gedruckt:

    Die Halterung ist so auf die Gewichte abgestimmt, dass die Gewichte seitlich geführt werden und durch die Gewindestange aufeinander gepresst werden.

    Die vorderen 3 Schrauben sind so angebracht , dass man das ganze System mit einem kurzen Schraubendreher rausschrauben kann.


    (im übernächsten Bild seht Ihr das ganze mit Gewichten)

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    Zwar nicht gedruckte, aber dafür gefräste Teile für das Akku-/Trimmblei-Brettchen und die Halterung für das Schleppkupplungsservo:



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    Eingebaut und verklebt sieht das dann so aus:



    Über den Kasten der Schleppkupplung kommt noch ein durchsichtiges Kunststoffplättchen, damit sich das Schleppseil nie durch eine göttliche Fügung im Innenraum irgendwo verharken kann.

  • Tolle Ideen!!


    Ich überlege jetzt gerade, wo sich so ein Schleppseil verhaken könnte, meine Kupplungen sehen ja ähnlich aus... humm

  • Ja, ist klar, ich wollte das auch nicht in Frage stellen, die Idee war mir nur noch gar nicht gekommen. Aber wir wissen ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen...

  • Ich habe nur einen schmalen Schlitz im Rumpf, von daher kommt das Schleppseil max. bis zu dem Knoten in der Schlaufe rein, muss ich aber mal im Auge behalten