• Modellflieger, die den Zusammenhang und notwendigen Aufwand nicht kennen, können ein Flugmodell nicht wirklich wertschätzen.


    Oft sieht man irritierte Blicke, wenn man den Preis für ein solches Flugzeug aufruft!


    Darum ist es in meinen Augen gut, dass Manfred mal den Werdegang seines ASY´s so konkret beschreibt.


    mfg Paul

  • Hallo Freunde,

    für dieses Jahr habe ich das letzte Flächenpaar rot lackiert. Danach wurde noch weiß "hinter" lackiert. Jetzt muß ich sie nur noch bauen. 4y Das warme Wetter hat es ermöglicht. Die grünen Flächen hatte ich vorgestern entformt, die werden jetzt erst mal fertig gebaut. Der Kunde wartet. volNein es sind nicht zwei linke Flächen, die rechte liegt nur anders herum. grinstop

    Herrlich diese Corona Quarantäne im Keller. Die Luft ist keimfrei durch ca. 30% Aceton, und Menschen sind da auch keine außer mir. Zu trinken habe ich da auch genug. Die Getränke sind ebenfalls zum Desinfizieren geeignet. Nur zum Essen und Schlafen muß ich in die Wohnung. ;)

    Mal im Ernst, hoffentlich ist die Sch.... bald vorbei.

    Mit freundlichen Grüßen Manfred

  • Ja Dietmar,

    der Kunde wollte ihn genau so haben wie Deiner ist. Damit ich keine Urheberrechtschwierigkeiten bekomme, habe ich die Streifenbreite um 1,7492365 mm verändert.4y

    Und die Lieferung soll auch noch in diesem Jahr erfolgen. Andernfalls schiebe ich es auf Corona.grinstop

    Gruß Manfred 8)

  • Habe gerade mal den SP mit der neuen Waage getestet. Vorher genau mit meiner aus Holz geklöppelten SP Waage kontrolliert. Das Gewicht extra mit einer Küchenwaage gewogen. (Man(ni) ist ja skeptisch!:/

    Waage eingeschaltet Modell drauf gelegt und zack alles stimmt!happy SP und Gesamtgewicht sofort ablesbar. grinstop

    Endlich mal Elektronik die auch bei mir sofort funktioniert.4y

    Gruß Manfred

  • Hallo Freunde,

    Gerade habe ich die letzten Flächen in diesem Jahr laminiert.


    Tragflächen laminieren:

    Die Farbe in den lackierten Formhälften lasse ich immer einige Tage trocknen. Vor dem Laminieren wird nun die Lackierung mit Schleifpapier 1200er Körnung vorsichtig über schliffen. Dabei unbedingt darauf achten, daß man nicht mit der Schmirgelpapierkante oder mit dem Fingernagel an der Nasenleiste oder anderswo die Farbe abkratzt. (Erfahrung 4y )

    Das mache ich deshalb, damit die hervor stehenden Staub Körnchen oder sonstiges (kleine Fliegen oder Stoff Fusseln) egalisiert werden. (Kaum zu glauben was sich alles in der Garagen Luft befindet beim Lackieren). Das ist wichtig, damit die erste Glas Lage auch überall an der Lackierung anliegt. Sonst könnten Luftblasen zwischen Lackierung und Gewebe entstehen, und die Farbe könnte dort später abplatzen. Wenn das geschehen ist, putze ich mit einem trockenen fusselfreien Lappen den Staub weg.

    Das Laminieren geschieht jetzt nur an zwei Formhälften, also eine Tragfläche.

    Jetzt mische ich 49 gr Härter/Harz mit etwas weißem Harz Farbstoff. Dazu etwas Erosil damit das Harz an den Stellen bleibt, wo es aufgewalzt worden ist. Das Ganze in eine Schale gießen und mit einer Lackierwalze (Premium Heizkörper Nylon6 mm Florhöhe für lösemittelhaltige und dünnflüssige Lacke, 10 cm breit) in die Form auftragen. Dabei trage ich das Harz erst überall ein bißchen auf und verteile es dann mit der Rolle erst einmal überall. Jetzt erst wird richtig gleichmäßig darauf geachtet, daß man überall eine gleichmäßige Harzschicht hat. Wenn man das nicht so macht, also sofort dick aufträgt, hat man plötzlich für die restliche Fläche kein Harz mehr und die Gewichtsverteilung ist ungleichmäßig.

    Als nächstes mische ich „Mumpe“ an, und fülle sie in die Spitze eines kleinen Plastik Beutels. Schneide von der Spitze ein kleines Stück ab, das ein Loch von ca. 2 mm entsteht. Mit diesem „Spritzbeutel“ lege ich eine Mumpenraupe entlang der Nasenleiste in beiden Formen auf. Mit dem Daumen (Schutzhandschuh) wird diese Raupe flach in die Nasenleiste gestrichen. (Foto) Das verhindert, daß man später Luftblasen in der Nasenleiste hat.

    Jetzt wird die erste Lage Glasgewebe 54 gr/m² (dicht gewebt) trocken in die Form eingelegt. Das Gewebe ist vorher nach Schablone zugeschnitten worden. Das Gewebe wird gefaltet auf eine Platte gelegt und vom Randbogen angefangen genau an der Nasenleiste entlang Stück für Stück faltenfrei eingelegt. An der Endleiste muß es ca. 1 mm überstehen. Wenn alle richtig gemacht wird, hört das Gewebe genau an der Wurzelrippe auf. Für kleine Korrekturen kann man das Gewebe noch ein bißchen verschieben. Danach das Gewebe mit der Lackrolle richtig festwalzen. „Richtig“ heißt, das Harz muß überall gleichmäßig durch das Gewebe getreten sein. Man erkennt das an einer gleichmäßig glänzenden Oberfläche. Matte Stellen sind nicht richtig durchtränkt. Aber Vorsicht: immer von innen nach außen walzen. Nicht „mal schnell“ entlang der Endleiste. Nimmt die Rolle einen Faden auf, reißt man schnell ein paar Fäden aus der Hinterkante, und das Gewebe hebt sich ab. Dann muß man das mühsam wieder abrollen und hinlegen, oder gleich ein Stück Streifen neu einlegen. kotz

  • Weiter mit der 1. äußeren Lage:

    Erste CF Gelege Schicht: Um sicher zu stellen, daß sich die nächste Gelege Schicht sicher mit der Glasschicht verbindet trage ich mit der Rolle gleichmäßig aber sehr dünn eine Harzschicht auf.

    Das CF Gelege (Biax 80 gr/m²) wird auf dem Arbeitstisch ausgebreitet (vorher als passendes Rechteck 500 x 1600 mm zugeschnitten). Um dieses Biax CF Gelege zu tränken benötige ich 87,5 gr H/H Gemisch welches in die Schale für die Rolle gegossen wird. Auf den Arbeitstisch wurde vorher eine Folie mit Malerkrepp faltenfrei festgeklebt. Eine Hälfte des Geleges wird zurück geklappt und die Folie wird hier dünn mit der Rolle ein geharzt. Gelege zurück klappen und leicht mit der Rolle festwalzen. Die andere Hälfte ebenso. Nun liegt das Gelege fest auf der Folie und sie kann auf der Oberseite ein geharzt werden. Dazu wird die Rolle gut und gleichmäßig auf der Fläche in der Schale getränkt. Nun das Harz ohne Druck auf die Rolle auf das Gelege auftragen. Auch hier wieder überall nur ganz wenig auftragen und so gleichmäßig verteilen. Wenn das Harz verteilt wurde, immer mit der Rolle feste gleichmäßig über das Gelege walzen, bis das Gelege überall gleich glänzt.

    CF Gewebe: Hierbei wird das Harz direkt aus dem Becher auf das Gewebe geschüttet und mit einem Spachtel verteilt. Auf dem Gewebe läßt sich das Harz gut hin und her schieben und verteilen.

    Komischerweise klappt das bei mir auf BIAX GELEGE überhaupt nicht. Deshalb mache ich es mit der Lackrolle.

  • Jetzt wird Zeitungspapier darüber gelegt und mit einem Spachtel gleichmäßig fest gestrichen. Darauf wird nun die Schablone für den Zuschnitt gelegt und diese mit zwei Stahlklötzen beschwert. Hierbei unbedingt darauf achten welche Form man auf dem Baubrett liegen hat. Der Zuschnitt kann nicht gedreht oder anders herum eingelegt werden. Ich habe mir das dick mit Filzstift auf die Schablone geschrieben. Wenn ich z. B. „rechts oben außen“ auf der Schablone lesen kann, ist der Ausschnitt für die 1. Lage (außen) rechte Oberform. Wenn man das nicht macht, wird man wirr im Kopf: Rechts oben, rechts unten, links unten, links oben, spiegelbildlich; und dann noch, der Ausschnitt wird anders herum in die Form gelegt….. Glaubt es mir, man wird wahnsinnig. hammer Mit einem Rollmesser schneide ich nun an der Schablone entlang das Gelege und die Folie darunter durch. Das Zeitungspapier entfernen. Das Gelege wird nun mit der Folie entnommen und in die Form gelegt. Wieder fange ich am Randbogen an und lege es genau an der Nasenleiste an. Da das Gelege an der Folie haftet kann man es so oft korrigieren wie man will. Das Gelege oder Gewebe verzieht sich dabei auch nicht. Alles mit der Hand leicht andrücken. Sitzt alles zur Zufriedenheit wird die Folie langsam und vorsichtig entfernt. Das Gelege wird nun wieder mit der Rolle fest gewalzt. Ich will sicher gehen, daß das Gelege auch überall richtig anliegt. Ich verlasse mich nicht auf das spätere Vakuum. Für die Unterform wird der Zuschnitt 3 mm zur Endleiste hin kürzer, da die projizierte Fläche etwas kleiner ist (steht auch auf der Zuschnittschablone). Dazu schneide ich erst an der Endleiste entlang, versetze die Schablone 3 mm und schneide dann die Nasenleiste und die Wurzelrippe.

  • Stützstoff: weil der Herex Stützstoff (PVC Schaum grün) relativ viel Harz aufnimmt, trage ich eine weitere dünne Schicht Harz mit der Rolle auf das Gelege in der Form auf. Der Stützstoff wird ebenfalls zusätzlich auf der Unterseite mit der Rolle dünn ein geharzt. Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, daß sich der Stützstoff nicht richtig mit dem Gelege verbindet. Der Stützstoff wird ca 2 mm unterhalb der Form Teilung an der Nasenleiste und ca 10 mm vor der Wurzelrippe eingelegt. So kann sich die WR später besser mit dem Laminat verbinden. Der Abstand zur Nasenleiste dient später als Nut zum Verkleben der Schalen. Das mittlere Stützstoff Teil wird an der WR und am Ende (Randbogen Bereich) genau auf Maß mit Abstand zur Endleiste hin eingelegt. Dahinter wird genau im Abstand von 10 mm der Stützstoff für die Klappen eingelegt. Als Abstandshalter benutze ich eine 10 mm Alu Leiste. Hier ist später der Scharnierbereich der Ruderklappen. Alles wird von Hand angedrückt. Weitere Maßnahmen zu Befestigung des Stützstoffes benötige ich nicht. Er ist noch nie verrutscht.

  • Holmgurte: Die vorher zugeschnittenen Holmgurte werden auf dem Tisch der mit Folie abgedeckt ist ausgebreitet. Mit einer schmaleren Lackrolle (6cm) werden nun die einzelnen Lagen mit Harz getränkt. Hierbei ist wieder Vorsicht geboten: Also nicht mit der Rolle mit vollem Schwung über die Streifen rollen, sondern langsam und aufmerksam. Denn da es sich um Gelege, also einzelne Fasern handelt die nur mit einem „Haltefaden“ verklebt sind, können sich Fasern vom Rand an der Rolle verfangen, und sie werden dann gnadenlos aufgerollt. Wenn es dann nur eine Faser wäre, aber wie es so ist, eine reißt die anderen mit. Dann heißt es mühsam wieder abrollen und sorgsam wieder neben die anderen Fasern legen. kotzMit Harz getränkt werden die Gurte in den Stützstoff Zwischenraum in die Form gelegt und festgewalzt.