Beiträge von FlugManni

    Die zweite Hälfte der Fläche (Unterform) ist auch gleichmäßig geworden.


    Jetzt geht es darum die genauen Holmhöhen festzustellen. Bei „richtigen“ Formen kann ich die Holmstege auf Maß drücken. Bei den Styro Formen geht das bestimmt nicht.

    Um erst einen groben Überblick zu bekommen habe ich an der WR, am 2. Trapezanfang und am Randbogen Rippen Dummys aus Knetmasse eingelegt. Mit Auflegen der oberen Form wurden diese auf Maß gedrückt. Mit diesen Maßen wurde dann für den Hauptholm und den Flächen Abschluss Holm Depron Stege zugeschnitten. Für den Hauptholm wurden diese mit CF Schlauch überzogen. Beim Abschluß Holm wurde ein Glasschlauch benutzt. Wie ich es auch bei den Original Flächen aufbauen möchte.

    Die Oberfläche der laminierten Schalen in der Form habe ich wieder komplett mit Packband abgeklebt und 2 X mit Trennwachs SE 700 behandelt.


    Die Holmstege habe ich ganz normal wie bei einem Originalholm aufgebaut. Ich wollte ganz genau wissen wie das im Flügel aussieht.


    Als alles eingeharzt war, habe ich die Holme an den entsprechenden Stellen positioniert und die Formhälften aufeinander gelegt und bis auf Anschlag (Vierkantrohre) gedrückt. Um ganz sicher zu gehen, damit der Raum auch vollständig ausgefüllt wird, habe ich noch zusätzlich eine „Mumpen“ Raupe aufgelegt.

    Nach dem anschließenden Aushärten und Entformen konnte ich die genauen Höhen abmessen. Dabei konnte ich feststellen, daß ich die Höhe noch reduzieren muß, damit die Formen auch ohne Druck aufeinander liegen.

    Gleichzeitig konnte ich die Platzverhältnisse für die Servos und für beide Störklappen (oben und unten) feststellen. Ist alles verdammt eng. Dabei stellte sich heraus, daß ich die Holmstege noch etwas kürzen und anders aufbauen muß. Gut, daß ich das mit „Originalteilen“ ausprobiert habe. Selbstverständlich habe ich auch eine 2D Zeichnung gemacht. Aber Theorie und Praxis….


    Was auch noch sehr wichtig war, die Einbauhöhe der Verbinder Tasche. Und siehe da, der Platz zwischen den Schalen war zu gering. So konnte ich den Bereich der Tasche noch etwas nacharbeiten (0,5 mm abschleifen) Das wäre zu einem Problem geworden.


    Als nächstes muß ich die genaue Position für die Vorrichtung der Verbinder Tasche festlegen. Bis später.

    Gruß Manfred 8)

    Es geht weiter, (gähhhhn)

    Der Rumpf für Herrn T aus E ist lackiert. happy Jetzt muß ich ihn nur noch bauen. 4y

    Da ich immer wieder gefragt werde: Die erste Lackschicht in der Form ist nur sehr dünn. Die laß ich dann ca. 5 Min. trocknen. Dann geht es weiter mit mehreren dünnen Lackschichten. Der Grund ist: Ich vermute, wenn die Farbschicht direkt dick deckend aufgetragen wird, ist der Lack zu lange "flüssig" und reagiert dann mit dem Trennmittel in der Form. Ist nur mein Bauchgefühl. Weiß nicht ob es stimmt.

    Gruß Manfred 8)

    Uijuijuijuijui,

    habe ich fast ganz vergessen:

    Wer einen GPS Logger 3 vermißt, wendet sich bitte an Jürgen Urstatt. Der hat ihn gefunden.

    Gruß Manfred

    Hallo Paul,

    kann ich leider nicht sagen.

    Das Bild der Oberschale sieht jedenfalls gut aus.

    Die Harzreste auf der Trennebene habe ich mit einem Schleifklotz leicht entfernen können. Die rauen Stellen vom Abreißgewebe sind gut zu erkennen. Die "Harzstreifen", die man da sieht, waren Falten in der Lochfolie. Da hat sich etwas Harz gesammelt. läßt sich aber leicht beischleifen. Hat nichts mit dem Gelege zu tun.

    Bin selbst gespannt, wie es weiter geht. Heute habe ich die Unterform laminiert. Die Pumpe läuft.

    Gruß Manfred

    Hallo Paul,

    Bin selbst gespannt, was noch alles passiert. 4y Du sagst doch selbst immer: "Wenn man (ni) nie was neues ausprobiert, kann keine Entwicklung stattfinden." 8)

    Lochfolie:

    Über diese Ganze wird eine perforierte Folie (Lochfolie) aufgelegt. Diese läßt sich später sehr leicht entfernen. Die Löcher garantieren ein gutes Entweichen der Luft beim späteren Vakuum ziehen. Allerdings gefällt mir die spätere glatte Oberfläche nicht. Habe da kein Vertrauen für eine gute Verklebung.


    Absaugpapier: (Toilettenpapier) Es gibt auch professionelles Fließ und dergleichen.

    Auf die Lochfolie werden drei Schichten Toilettenpapier gelegt. Durch das Papier kann die Luft sehr gut zum Absaugventil fließen. Und es nimmt überschüssiges Harz auf, welches durch den Anpressdruck durch die Lochfolie entweicht.


    Absaugfolie auflegen: Folie 0,04 mm

    Bevor die Absaugfolie zum Vakuum Ziehen aufgelegt wird, muß noch für eine Abdichtung gesorgt werden, damit sich die Folie auch in der Form anlegen kann. Dazu wird eine Acryl Raupe auf die Trenneben gelegt. Sie ist durch das Malerkrepp geschützt, und alles läßt sich später mit dem Abziehen des Malerkrepps entfernen. Jetzt wird die Folie faltenfrei aufgelegt und leicht an die Acrylraupe angedrückt.




    Vakuumpumpe:

    Pumpe einschalten und Absaugnippel auf angezeichneten Nadelstiche aufsetzen.


    Herrlich, wie sich die Folie in der Form anlegt. 0,8 bar! happy


    Andernfalls kommen schlagartig Schweißausbrüche, Hektik, fast Panik auf. Wo ist die undichte Stelle? Was habe ich dabei schon alles erlebt? Ist ein anderer langer Bericht. :cursing:


    So, jetzt 12 Stunden warten und dann Pumpe ausschalten.


    Für die, die jetzt Schweißausbrüche bekommen: hammer


    Nein, das Vakuum muß nicht reduziert werden! Man muß sich überlegen wo das Vakuum herrscht. Es befindet sich nur zwischen Formoberfläche (Packband) und Absaugfolie. Diese Verfahren hat nichts mit Styropor - Flächenbau zu tun. 4y   8)

    Abreißgewebe:

    Zur späteren Verklebung der Haupt- und Abschluß Holme habe ich lieber eine raue Oberfläche. Dazu werden Streifen Abreißgewebe auf das Laminat aufgelegt. Dieses Gewebe verbindet sich nicht mit dem Harz und kann nach dem Aushärten abgezogen werden. Übrig bleibt in diesem Bereich eine Raue Oberfläche. :thumbup:

    Innenlage: CF BIAX Gelege 90 gr/m²


    Hier hätte ich gerne 60 gr/m² laminiert, wie bei fast allen ASY Modellen. Leider ist BIAX Gelege unter 90 gr/m² nicht mehr zu bekommen. Und Glas kommt nicht in Frage. Es sollen CF Flächen werden. grinstop

    Die Stützstoff Oberseite und die gesamte Form wird jetzt noch einmal dünn mit der Rolle eingeharzt. Das vorher eingeharzte Gelege wird für die Innenlage ebenfalls mit der Schablone zugeschnitten. Allerdings wird diese Lage 10 mm schmaler (verschieben der Schablone) damit im Endleistenbereich nur eine Lage CF Gelege liegt. An der Nasenleiste und an der WR schließt die Innenlage mit der ersten CF Lage ab. So ist garantiert, daß die Endleiste beim Schließen der Formen nur 0,5 mm dick ist. Sie wird wieder genau wie die erste CF Lage mit der Folie zusammen eingelegt. Nach dem Abziehen der Folie wird diese Lage ebenfalls mit der Rolle angewalzt.

    Holmgurte einlegen:


    Auch diese sind vorher zugeschnitten und verlaufen konisch. An der WR ca. 60 mm, und am Randbogen 15 mm breit. Insgesamt sind es 7 Lagen. Zwei davon gehen über die gesamte Länge, und 5 davon sind gleichmäßig abgestuft.

    Auf einer mit Folie abgedeckten Unterlage werden sie mit der Rolle eingeharzt und mit den langen Lagen beginnend eingelegt. Auch hier wieder beginnend 10 mm von der WR. Damit man später an der WR die ursprüngliche Profilkontur erhält, um die Anschlußrippe gleichmäßig einzukleben. Ein letztes Anwalzen garantiert eine gute Verbindung aller Fasern.

    Stützstoff einlegen: (Neo Core)

    Dieser wurde ebenso vorher zugeschnitten und die Kanten abgeschrägt, damit das Laminat am Übergang besser anliegt. Bevor er in die Form eingelegt wird, wird das Gelege in der Form noch einmal mit einer dünnen Schicht Harz getränkt. (Rolle) Ich möchte einfach sicher gehen, daß der Stützstoff und die späteren Holmgurte eine gute Verbindung eingehen. Die Unterseite des Stützstoffes wird ebenfalls vor dem Einlegen mit Harz getränkt.


    Jetzt wird der Stützstoff im Nasenleistenbereich 10 mm von der Wurzelrippe und ca. 1 mm unterhalb der Trennebene eingelegt und von Hand leicht angedrückt.

    Im mittleren Bereich wird er genau nach einem festgelegten Maß von der Endleiste eingelegt. So ist gewährleistet, daß ca. 10 mm vor der Rudertrennung kein Stützstoff liegt. Der gerade Verlauf wird mit einem Lineal kontrolliert.

    Die 2. Lage: CF BIAX Gelege 90 gr/m²

    Der Arbeitstisch wird mit einer Plastikfolie 0,04 mm in dem Arbeitsbereich abgedeckt. Damit sie sich nicht verschiebt, wird sie an den Enden mit Malerkrepp angeheftet. Das vorher zugeschnittene Gelege 400 x 2000 mm wird darauf eingeharzt. Dazu klappe ich eine Hälfte nach hinten und trage mit der Farbrolle Harz auf die Plastikfolie auf. Dann wird das Gelege wieder auf die Folie geklappt und leicht angewalzt. Mit der anderen Hälfte verfahre ich ebenso. Jetzt liegt das Gelege fest auf der Folie. Mit der Rolle wird nun das Harz gleichmäßig auf das Gelege gewalzt. Beim Auftragen das Harz erst überall dünn auf der gesamten Fläche verteilen. Mehrere dünne Schichten auftragen ist besser als das Harz sofort dick an einer Stelle auftragen. Dann kann es nämlich passieren, daß man plötzlich für die restliche Fläche kein Harz mehr hat.

    Das ganze wird jetzt gleichmäßig mit Zeitungspapier abgedeckt, und mit einem Spachtel gleichmäßig angedrückt. Das schützt die Zuschnitt Schablone vor Harz.


    Gelege in die Form legen:

    Die aufgelegte Zuschnitt Schablone wird mit Eisenklötzen beschwert, damit sie nicht verrutscht. Mit dem Rollmesser wird nun an der Schablone entlang durch das Gelege und die Plastikfolie geschnitten. Das Zeitungspapier wird vom Zuschnitt entfernt und der Zuschnitt wird mit der Folie angehoben und mit der Folie nach oben in die Form gelegt. Angefangen an der Wurzelrippe und immer an der Nasenleiste entlang. Dabei soll das Gelege nicht über die Nasenleiste stehen. Das erspart späteres mühseliges zuschneiden. Ein geringer Überschuß liegt dann über der Endleiste in der „Blutrille“. Die Folie hat den Vorteil, daß man das Gelege anheben und bewegen kann, ohne daß sich das Gelege in der Kontur verändert. grinstop Liegt alles richtig, kann die Folie vorsichtig abgezogen werden. Jetzt wird das Gelege mit der Rolle in der Form angewalzt.

    Die 1. Lage: Sehr dicht gewebtes Glasgewebe 105 gr/m²


    Dieses vorher nach Schablone zugeschnittenes Gewebe wird trocken an der Nasenleiste entlang eingelegt, und anschließend mit der trockenen Farbwalze so lange festgewalzt, bis das Gewebe gleichmäßig mit Harz getränkt ist. Diesen Arbeitsgang sorgfältig ausführen, damit später keine Luftblasen an der Oberfläche zu sehen sind. (2. Bild ist ASY Fläche)

    Laminieren:


    Das Deckschicht Harz wird weiß eingefärbt und mit Aerosil sehr leicht angedickt. Anschließend mit der Farbrolle gleichmäßig in die Form aufgetragen.


    Damit später an der Nasenleiste durch die starke Krümmung der Kontur keine Luftblasen unter der Glas Gewebelage entstehen wird dort eine „Mumpen“ Raupe aufgetragen. Die Mumpe wird ebenfalls weiß eingefärbt und mit Aerosil so stark angedickt, daß sie sich wie weiche Butter streichen läßt. Nach dem Mischen wird die Mumpe in den Zipfel eines Plastikbeutels gefüllt. Die Spitze des Zipfels wird so abgeschnitten, daß eine Öffnung von ca. 2 mm Durchmesser entsteht. Damit wird die Mumpe direkt unterhalb der Trennebene an der Nasenleiste entlang aufgetragen. Mit dem Daumen (Handschuh anziehen) wird diese Raupe an der Nasenleiste entlang flach entlang geschoben, so daß sie an der Trennebene abschließt und flach in der Form ausläuft.

    Ich habe weiter gemacht:


    Vorbereiten zum Laminieren:

    Zuerst wird in die Formen 2 x mit Trennwachs aufgebracht und vorsichtig mit einem Lappen auspoliert. Nach meiner Erfahrung beim ASY reicht das. Es darf ja auch nicht zu stark trennen, damit sich das ausgehärtete Laminat nicht schon bei der Weiterverarbeitung aus den Formen löst.

    Auf die komplette Trennebene wird Malerkrepp aufgeklebt. Auf diesem wird später die Acryl Raupe für das Vakuum aufgetragen.

    Dann bereite ich am Abend vorher alles für den nächsten Tag zum Laminieren vor. Dazu wird alles so bereit gelegt, daß ich zügig hintereinander arbeiten kann.

    Ostermontag wieder das gleiche. Thermik ohne Ende. Hat wieder richtig Spaß gemacht. happy

    Eine längere Zeit war die Thermik über unserem ganzen Gebiet vorhanden. grinstop Man konnte hinfliegen wo man wollte, oder einfach kreisen wo man wollte, es ging immer nach oben. :thumbup: Ja man mußte man die Höhe "mit Gewalt" vernichten. 4y Verzweifelte Versuche "Saufen" zu finden war nicht möglich. 4y

    Gruß Manfred 8)