Beiträge von FliegerFlo

    Gilt ein gerade fertig gestellter neuer Dreimetersegler mit neuen hochwertigen Komponenten und neuer Jeti Fernsteuerung als einigermaßen sicher, auch wenn ein Jeti-Regler mit BEC eingebaut ist? Ich frage für einen Freund. 4y

    Ich fühle mich mit altbewährten Lösungen eher besser und möchte nicht Versuchskaninchen für das vermeintlich noch Bessere sein.

    Meinem Sicherheitsempfinden abträglich ist es, noch mehr (unverständliche) Bedienungsanleitungen lesen zu müssen oder noch mehr Stecker kontrollieren zu müssen, ob sie noch fest sitzen.

    Und solange mein Sender nicht meldet, dass ein Stecker nicht mehr fest sitzt, ein Ruderhorn sich gelöst hat oder ein Riss im Leitwerk größer geworden ist, gibt es keine Alternative zur gründlichen Vorflugkontrolle. Mich hat der Bericht von Manfred in dieser Hinsicht zu noch mehr Konsequenz motiviert. :thumbup:

    Gruß Florian

    Hallo nochmal,

    ich habe die Fotos vom Wettbewerb in unserem Flickr Account abgespeichert.

    Hier nur noch dieses schöne Foto von einem Wettbewerbsmodell, das inzwischen zum alten Eisen zählt, aber immer noch in der Thermik steigt.

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    Viel weniger Modelle hätte ich, wenn ich

    • sie nicht kaufen würde, um Anerkennung zu bekommen
    • mit dem teurer, schneller, weiter und höher aufhören könnte
    • der Werbung nicht glauben würde, es gäbe das eine perfekte Modell für MICH
    • meinen Alltagsfrust nicht mit Modellen kompensieren müsste
    • auf Manni hören würde
    • zugeben würde, dass die anderen einfach nur besser fliegen können, es also nicht am Modell liegt
    • mir meine wahren Bedürfnisse meines Hobbys bewusst machen würde:
      • Aufenthalt in der Natur (Zuschauen würde reichen)
      • Entspannung (RES-Modell bei Windstille)
      • Bewegung (DLG, Hochstart am Gummiseil, Modell vom Schrank holen)
      • Einfachheit (HLG, Nuri, RES, Schaumwaffel)
      • Glücksmomente (Mein Modell am Himmel wieder finden)
      • Herausforderung (Modelle in „300 m“ noch erkennen)
      • Tüfteln (Modell und Programmierung bis zum Absturz optimieren)
      • Kreativität (Notreparaturen auf dem Platz)
      • Wachstum (Nur ein Modell mal ein Jahr lang fliegen und richtig kennen lernen)
      • Spaß (Habe ich mit jedem Modell, wenn ich mal ehrlich bin)
      • Gemeinschaft (Motormodelle und Schmeissgeier auf der Lande- und Startbahn)
      • Alleinsein (Nordwind)
      • Kommunikation (Reden über Modelle, die ich nicht habe und Kollegen, die ich nicht verstehe)
      • Unterstützung (beim Einsammeln der Teile)
      • Beitragen (Einmal im Jahr den Platz mit aufräumen)
      • Akzeptanz (Schaumwaffeln)
      • Selbstempathie (Sender zu Hause vergessen)
      • Freude (Wenn andere abstürzen)
      • Abenteuer (Wanderung durch die wilde Natur zum vermeintlichen Absturzort)
      • Vertrauen (Wenn sich die Störung nicht erklären lässt, kann ich weiter fliegen)
      • Gelassenheit (Fliegen, wenn die Rentner auf der Bank sitzen)
      • Loslassen (Plastiksack oder RCN Börse)

    Ich habe mal etwas von einem „Ort des Genug“ gelesen, den die Menschen nicht mehr finden.

    Auf dem Modellflugplatz ist er definitiv nicht zu finden. ;)

    Jetzt schaue ich kurz in die RCN-Börse, ehe ich mich wieder ans Baubrett setze.

    LG Florian

    Ein ganz großes und herzliches Danke für das Angebot. Wir sind von hilfsbereiten Leuten aus der Nachbarsiedlung bestens auch mit Werkzeugen und Generatoren versorgt worden. Jetzt wird erst der Keller renoviert und die Normalität zurück gefunden.

    Danke

    Florian

    Seit Donnerstag 4:30 Uhr sind wir auf den Beinen mit wenig und schlechtem Schlaf. Die Welle kam hier in Düsseldorf unerwartet und heftig. Pflegebedürftige Schwiegermutter, kein Strom im Haus, im Keller ist nichts mehr zu retten, alle Geräte sowie Werkzeuge kaputt, Erinnerungen zerstört. Es ist bitter, das alles raus zu tragen und wir müssen noch einige Tage lang improvisieren, was aber kein Vergleich zu dem in den Medien gezeigtem unfassbaren Leid ist. Und zu dem Leid in der Nachbarschaft, nachdem ein Nachbar im Keller ertrunken ist.

    Wir leben und für uns geht das Leben weiter!

    Dafür sind wir voller Dankbarkeit!

    Und voller Mitgefühl für alle Betroffenen.