CAD im Modellbau

  • Hallo zusammen,


    auf mehrfachen Wunsch hier mal ein Bild von meinem CAD-Arbeitsplatz.


    Keine SORGE, dort sieht es nicht immer so leer aus wie jetzt!

    Brauchte gerade einen neuen Monitor. Da bot sich das Aufräumen und Staubwischen an. Die Chance habe ich schnell genutzt.


    Links der 27" Monitor mit der Konstruktionsansicht, rechts der 24" Monitor für die diversen Menüs zur Bedienung des CAD-Programms. Bisher hatte ich einen 24" und einen 17" Monitor.

    Man kann mit dem Programm auch mit einem einzelnen Monitor arbeiten. Hab ich in der Anfangszeit gemacht. Aber so wie jetzt ist es wesentlich bequemer und übersichtlicher.


    Vielleicht mal was zur Vorgehensweise:

    Zuerst stellt man sich die Frage, wozu ein solches Programm dienen soll.

    Will ich mal eine Tragfläche in Rippenbauweise per CAD erstellen, dann eignen sich einfache Programme wie z.B. "Winghelper" sehr gut, denn der Lernaufwand ist recht überschaubar.


    Sollen dann auch mal Teile für den 3D-Druck erstellt werden, wird es schon aufwändiger. Denn die müssen im 3D-Format erstellt werden.

    Dazu ist dann gutes räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, denn auf dem Monitor sieht man ja lediglich zweidimensional. Damit und mit dem wachsenden Programmumfang wächst zwangsläufig auch der Lernaufwand und der Programmpreis.


    In der Anfangszeit meines beruflichen "Schaffens" war das Wort PC noch nicht erfunden. Da war das Zeichenbrett das Maß der Dinge. Radiergummi eingeschlossen!

    Als dann die ersten CAD-Programme erschienen, war das lediglich was für Großfirmen mit eigenen Rechenzentren und einem guten finanziellen Polster.

    So nach und nach wurden die Rechner und die Programme leistungsfähiger.

    Hätte zu Beginn der Entwicklung jemand von einem Kosten- und Leistungsumfang gesprochen, in dem sich ein heutiger Arbeitsplatz bewegt, hätten alle nur den Kopf geschüttelt.


    In der damaligen Zeit, mit (Zeichen-) Brett vor dem Kopf war eine Zeichnung in 3D-ähnlicher Ansicht mehr als aufwändig. Und das war nur was fürs Auge, eine sinnvolle Funktion konnte man damit nicht erbringen.


    Heute kann ich mir absolut keine Konstruktion mehr vorstellen, die NICHT in 3D erfolgt. Das geht fast so schnell, wie eine 2D-Konstruktion.

    Am PC kann man die Einzelteile einer Baugruppe einzeln konstruieren, und dann im Zusammenbau kontrollieren.

    Passen die Teile zusammen? Stimmen die Bohrungen zum Verschrauben der Bauteile übereinander? Ist der notwendige Platz vorhanden, oder gibts Bauteil-Kollisionen?


    Der Rumpf des NITRO DP ist so "klein geraten", dass ein normaler 8-Kanal-Empänger an der engsten Stelle im Rumpf (im Bereich der Passung, die die Aufstecknase aufnimmt) lediglich 0,2mm Platz nach rechts und links hat.

    Ohne CAD wäre das eine "Mutprobe".

    Denn nur durch eine 3D-Konstruktion ist es möglich, Urmodelle für Rumpf & Co per CNC-Fräsbearbeitung herzustellen.

    Auf dem linken Bild ist übrigens die automatische Ruderanlenkung des V-Leitwerks in meinem NITRO DP zu sehen.

    Die roten und grünen Teile entstehen auf dem 3D-Drucker.




    Fragen?


    mfg Paul

  • Wahre Worte,


    ich musste die Zeichnungen und die Konstruktion meines Gesellenstücks auch noch von Hand pinseln.

    Und wehe Du hast dich irgendwo mit einem Maß verhauen.

    Nun kann man sich das ohne 3D CAD nicht mehr vorstellen

  • Was mir noch zur CAD-Umgebung einfällt:


    Habe mir vor einiger Zeit die "SpaceMouse® Wireless" zugelegt:



    Die linke Hand liegt dann nicht nutzlos auf der Tastatur, sondern bedient den "Kühlturm" zur Navigation im 2 oder 3 dimensionalen Raum (der Turm lässt sich in alle Richtungen schieben und drehen). Seitlich sind noch Tasten für Makros dran. Diese habe ich mir so eingestellt, dass ich strg (markieren) und esc (Abbruch) habe.

    Die linke Hand muss also nie Tasten auf der Tastatur suchen, wodurch man sich im Summe viel Zeit spart.

    Gleichzeitig muss ich mit der rechten Hand mit der "normalen Maus" nur klicken (+Makrotasten an der Maus) und das Num-Pad der Tastatur bedienen.


    Hat man alles eingestellt und dem Kopf ein paar Tage zur Gewöhnung gegeben, kann man das Bauteil gleichzeitig drehen und ein Auswahl machen, was die Produktivität wirklich steigert.

    Gerade wenn man viele Ecken und Kanten an einem Bauteil hat, die man aus verschiedenen Winkeln auswählen muss ist das eine wirkliche Hilfe.



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    Heute kann ich mir absolut keine Konstruktion mehr vorstellen, die NICHT in 3D erfolgt. Das geht fast so schnell, wie eine 2D-Konstruktion.

    Am PC kann man die Einzelteile einer Baugruppe einzeln konstruieren, und dann im Zusammenbau kontrollieren.

    Passen die Teile zusammen? Stimmen die Bohrungen zum Verschrauben der Bauteile übereinander? Ist der notwendige Platz vorhanden, oder gibts Bauteil-Kollisionen?


    Gut, dass einem die Uni im Maschinenbaustudium aktuell über ein halbes Jahr lang händisches Zeichnen beibringt aargh... auf die Nachfrage, ob Abgaben auch in Form einer dxf oder dwg (meinetwegen auch ausgedruckt) erfolgen können wurde nur gelächelt. Willkommen in der Industrie 4.0 schläger


    Mittlerweile bin ich dazu übergegangen zur Kontrolle von Schnitten oder Projektionen ein 3D-Modell am Rechner zu erstellen. Hier kann ich dann in Bruchteilen der Zeit Schnitte vornehmen, Perspektiven verändern oder Ansichten exportieren.

  • Hallo Felix,


    danke für den Tipp.

    Ein solches Teil habe ich mir vor ca. 3 Jahren gekauft. (Und wieder zurückgegeben)

    Ich war anscheinend zu ungeschickt und auf jeden Fall zu geizig. Kostete damals ca. 200 €.


    mfg Paul

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