• Wie "TESA mit Talkum?" Hab ich noch nicht gehört. Wie, wo, warum? Bei mir geht es gut ab. Ich nehme an, es liegt an der Politur. Als ich die Flächen vorher noch nicht poliert hatte, blieb vom TESA stellenweise der Kleber darauf. Geht aber mit Trennwachs sehr gut ab. Trotzdem war das immer blöde Arbeit. Jetzt habe ich das nicht mehr.

    Gruß Manfred

  • Aber:

    Klebstoffreste mit Trennwachs entfernen geht nur mit dem früher erhältlichen flüssigen Trennwachs. Da war Testbenzin drinnen.


    Allerdings wird das mit aktuellem Flüssigwachs sehr wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, weil sich die "Gift"-Vorschriften geändert haben.

    Diese Klebstoffreste lassen sich aber recht einfach mit (Feuerzeug)-Benzin entfernen.

    Oder mit Etikettenentferner.

  • Man kann auch diese kleine noch klebende Fläche in dem QR-Spalt mit Talkum abstreuen und den überschuß wegpusten. An der Stelle klebt das Band einfach nicht mehr an der Silikonnaht, da noch winzige Reste von Puder anhaften.

  • Ach so, jetzt verstehe ich. Es geht darum, daß das Silikon nicht am Tesa haftet. Aber ich weiß nicht..... Wenn ich den Klappenspalt von innen ab streue, und es kommt etwas auf die eigentliche Klebefläche...., auch wenn ich es absauge.... Nachher hält das alles nicht mehr.denk04:cursing:

    8)

  • Dichtlippen


    Um den Ruderspalt auf der Oberseite abzudichten werden Dichtlippen aus Mumpe angebracht. Das ist auch etwas aufwändig aber gefällt mir besser als Klebebandstreifen

    Zum Schutz der Schalenoberfläche wird über die gesamte Ruderlänge ein Kristall TESA Film Streifen (20 mm breit) so aufgeklebt, daß der Hauptteil auf der Fläche und ein ca. 2mm Streifen auf der Ruderklappe klebt. Nach dem Andrücken wird nun mit einer scharfen neuen Rasierklinge genau an der Tragflächenkante entlang abgeschnitten. Ist die Klinge nicht scharf, wird der Schnitt nicht sauber gerade.

    Der getrennte Teil wird nun vom Ruder abgezogen. So ist gewährleistet, daß die Oberschale genau geschützt ist.


    Jetzt werden die Ruder so weit von Hand nach unten ausgeschlagen, daß der entstehende Spalt die spätere Dichtlippenbreite ergibt. Diese Stellung wird mit einem Streifen Klebeband von der Klappe zur Fläche fixiert, damit sie sich bei den folgenden Arbeitsgängen nicht verändert.

    Zur Formgebung der Dichtlippen verwende ich ein blau transparentes hitzebeständiges Klebeband. Es ist 23 mm breit und etwas dicker und formstabiler als TESA Film. Die Dicke dieses Bandes sorgt auch dafür, daß zwischen Dichtlippe und Fläche ein Spalt entsteht der groß genug ist, daß Sich die Dichtlippe nicht beim Einfahren verhakt.

    https://www.amazon.de/hitzebes…-220%C2%B0C/dp/B008TBU0RK

    Es wird so aufgeklebt, daß es hauptsächlich auf den Rudern klebt und ca 2 mm auf der Fläche. Jetzt wird wieder mit einer scharfen Rasierklinge an der Flächenkante entlang geschnitten, und der abgeschnittene Teil von der Fläche abgezogen. (Bild 1+2)

    Wichtig: Ist die Rasierklinge nicht scharf, wird die Schnittkante nicht gerade, und man hat später keine gerade Dichtlippen Kante. Die Enden werden ebenfalls genau passend mit der Rasierklinge abgeschnitten. (Bild 3)

    Der überstehende freiliegende Teil dient später zur Aufnahme der Mumpe. Auch hier werden wieder die Kanten zum Ruder mit dem Fingernagel richtig angedrückt. Schließlich ist das später der Übergang Dichtlippe / Ruderklappe.


    Die Enden der Ruderklappen müssen noch begrenzt werden. Dazu schiebe ich einen TESA Film Streifen durch den seitlichen Ruderspalt und schneide ihn „spitz“ ab, weil er später mit unter die Oberschale mit eintauchen muß. Zwischen QR und WK klebe ich für jedes Ruder ein Stück an. An der WR ebenfalls.


    Auch diesen Klebestreifen lasse ich über Nacht „ruhen“. Und auch hier verschwinden die Luftblasen wieder, und das Klebeband liegt überall sauber an.


    Zur Weiterverarbeitung wird der Verbinder in die Fläche gesteckt. Er liegt später auf der Styro – Auflage. Der Randbogen liegt in einer Mulde wo sich die Endleiste „verhakt“. So kann ich die Fläche so positionieren wie ich sie zum Arbeiten benötige. (Bild 4)


    Die Fläche liegt jetzt anders herum auf den Stützen, daß ich mit der Spritze zwischen den Klebeband Spalt komme.

    Die Mumpe wird mit weißem Harz Farbstoff, Mikroballons und Erosil gemischt. Gemahlenes Glas benutze ich hierfür nicht, weil es nicht sauber weiß aussieht, wenn Glasfasern ganz außen liegen. Die Konsistenz muß so sein, daß sie noch gut verläuft und nicht zu dickflüssig ist.

    Ich fülle sie in eine 10 ccm Einwegspritze auf der vorne wieder ein platt gedrücktes D 4 / d 3 mm ALU Röhrchen aufgesteckt ist. (Bild 5)


    Jetzt wird die Mumpe innen auf das Klebeband gespritzt. Das ist für mich immer der Horror. Ein gleichmäßiges Spritzen und Ziehen gelingt mir nie. Drücke ich auf die Spritze kommt erst nix. Drücke ich fester – zack, habe ich zu viel an der Stelle und habe alles verschmiert. Muß ich dann später mit einer Skalpell Klinge verteilen. Ist auch ne mords Schmiererei. :cursing:

    Elektrische Dosiergeräte sind mir zu teuer für diesen Arbeitsgang. Immer wenn ich einigermaßen das Gefühl habe für das Drücken und Ziehen, bin ich fertig. Und bis zur nächsten Fläche ist es wieder weg.4y

    Wenn die Mumpe verteilt ist, schaue ich von unten mit einer Lampe auf das Klebeband, ob eventuell kleine Luftlöcher vorhanden sind. Diese werden dann mit der Skalpell Spitze „zerstochen“. Sie würden später „schwarze Punkte“ auf der Dichtlippe. Gleichzeitig wird die Mumpe noch etwas gleichmäßig verteilt. Wer aber jetzt glaubt, wie ich vorher auch, man kann die Mumpe mit der Klinge mit einem Rutsch verteilen irrt sich gewaltig, wie ich früher. Man kann das nur partiell etwas verteilen, und muß dann die Klinge nach außen ziehen. Andernfalls staut sich die Mumpe vor der Klinge und sie verschmiert den ganzen Innenraum inklusive Silikon Scharnier. Muß dann nach der Aushärtung mühsam heraus gekratzt werden.:cursing:

    Wenn alles optisch i. O. ist, werden beide Ruder von Hand etwas zur Neutralstellung hin geklappt. Jetzt steht das Klebeband mit der Mumpe ca. 2 mm vor der Flächen- Oberschale. Mit der Messerklinge wird nun an einem Ende das Klebeband unter die Oberschale „gefädelt.“ Ist sie innen, zieht man die Klinge die ganze Kante entlang. So fädelt sich das Klebeband über die gesamte Länge ein. Zur Kontrolle gehe ich noch einmal mit der Klinge die Kontur ab. (Bild 6)


    Es ist schon vorgekommen, daß Ich die Ruderklappe nicht weit genug eingefahren hatte, und an manchen Stellen ist das Klebeband mit der Mumpe wieder so gerade herausgesprungen. An der Stelle war die ausgehärtete Dichtlippe dann verformt und ich mußte sie mühsam bei schleifen. :cursing:

    Durch das Einfädeln wird die Flächen Kante etwas mit Harz verschmiert. Das Harz entferne ich noch so gut es geht mit der Skalpell Klinge.

    Jetzt lege ich die Fläche anders herum so, daß die Dichtlippe die tiefste Position hat. In die „Mulde“ kann sich jetzt die Mumpe verteilen und gleichmäßig verlaufen. (Bild 7)

    Das Aushärten dauert bei mir im Keller mindestens 24 Stunden. Ich wollte die Dichtlippe einmal am nächsten Morgen „entformen“ und habe direkt gemerkt, daß die Mumpe noch weich war.

    Also immer Geduld.

    Bis später.8)

  • :thumbup:. Die Dichtlippengeschichte wird mir weiterhelfen, da ich an meinem F3F einen kleinen Schaden an dieser habe.

    Bei Gelegenheit interessiert mich dann noch mal das Mischungsverhältnis von Harzfarbe, Harz, Microballons und Erosil.


    Gruß Volker

  • Hallo Volker,

    die angegebene Menge bezieht sich auf eine Dichtlippe von 1500 mm Länge. also für eine Tragflächenhälfte. Ich mische für jede Fläche extra an wegen der Topfzeit.

    Die kleine blau eingefärbte Tabelle ist für Reparaturen. Das Gewicht hinter dem = ist das Gesamtgewicht von Härter, Epoxy Farbstoff und Harz. Das vermische ich erst immer sorgfältig und gebe dann erst die Füllstoffe dazu.

    Bei kleinen Reparaturen (Ausbrüche) benutze ich keine Spritze, sondern streiche es mit der Skalpellklinge an die Stelle.

    Hier noch einige Quellen für das Klebeband:

    https://www.google.de/search?s…Z3dzLXdpeg&sclient=psy-ab

    Gruß Manfred

  • Entformen

    Zuerst wird das blaue Klebeband wieder flach und ca. 90° zur Fläche hin abgezogen. (Bild 1 alt) Das hat den Vorteil, daß die dünne Dichtlippen Kante erst dann belastet wird, wenn das Klebeband schon überall gelöst ist. Trotzdem kommt es vor, daß die D,- Kante etwas ausbricht, weil an der Kante manchmal sehr wenig Harz ist. :cursing:

    Es kommt immer darauf an, wie die Ruder zum Aushärten liegen. Wenn ich die Flächen so lege, daß es eine dicke D.-Kante ergibt, habe ich Angst, daß mir das Harz von dem Klebeband in die Fläche läuft und dort aushärtet. Dann wären die Ruder mit der Fläche verklebt. (Bild 2)

    Deshalb mache ich die Dichtlippen von vorn herein ca. 1 mm breiter und schneide mit der Proxon Diamantscheibe einmal vorher. So komme ich ins dickere Material und habe eine festere Kante.

    Zum Schneiden lege ich wieder einen Blechstreifen als Führung auf. Dieser Bleichstreifen wird so fixiert, daß er ca. 0,5 bis 1 mm über die Oberschale übersteht. So kann ich nicht aus Versehen in die Fläche schneiden. (Bild 3) Das Ruder wird dann so mit Klebeband fixiert, daß nach dem Schnitt die fertige Dichtlippenbreite übrig bleibt. Das Fixieren könnte man auch mit einer Holz Schablone machen. ( Hallo Paul ) Dann hätte man sofort immer das gleiche Maß. grinstop

    An der Schnittkante wird jetzt noch mit einem Schleiflineal vorsichtig LANGSAM die Kante gebrochen. (Bild 4+5)

    Siehe oben „schnell hin und her“ Nach schnell „hin“, rutscht man ab und macht noch „her“. Das gibt Schrammen. :evil:

    Die entgratete, gebrochene Kante soll außerdem verhindern, daß sich die Dichtlippe beim Einfahren „verhaken.“ Das darf auch im „Rauen“ Flug/Landebetrieb nicht passieren.

    Bevor die Ruder Klappen von Hand nach oben ausgeschlagen werden, müssen unbedingt vorher die Aussparungen für den RDS Draht ausgefräst werden. Und zwar direkt so weit wie es sein muß. (Bild 6+7) Ein vorheriges „Ausprobieren“ war fast immer Sch… :cursing: Die Dichtlippe klemmt am Draht, und „knack“ schon war etwas ausgebrochen. Auch wenn man es vorher schon ahnt, d009 man muß es „mal eben“ ausprobieren…. Knack!!!! Es ist zum kotz


    Jetzt wird noch einmal mit einem Stück Schmirgelpapier die Unterkante der Schale nachgeschliffen. Es können sich kleine Harzreste bei der Herstellung der Dichtlippen festsetzen. Wenn alles schön glatt und sauber ist, wird der TESA Schutzstreifen von der Schale abgezogen.


    Jetzt erst sieht die Dichtlippe zur Fläche schön sauber aus. smiley40 Fährt man mit dem Finger über die Kanten spürt man hi und da noch winzige Unebenheiten. Deshalb schleife ich mit einem 4000er Mini Schleifklotz über die Kanten. Erst wenn ich nichts mehr spüre, bin ich zufrieden. happy

    Jetzt werden die Flächen ein letztes Mal poliert.

    Gruß Manfred 8)

  • Hallo Manfred,


    ich habe solch eine Kartuschenpresse für herkömlichen 2K Kleber mit Zwangsmischdüsen.

    In diese Kartuschenpresse passen auch die normalen Spritzen rein, das klappt super.

    Auch das Elastosil lässt sich damit gut spritzen.

    board.mfc-solingen.de/index.php?attachment/2338/


    board.mfc-solingen.de/index.php?attachment/2337/


    Auch die Kanülen bekommt man "günstig" beim Chinesen man muss eben wissen wo... 100 Stück kosten 2Euro.

    In dem Shop der oben verlinkt war kosten 50 Stk 20€!Unfassbar dieser Preisunterschied.d021

    board.mfc-solingen.de/index.php?attachment/2340/


    https://www.ebay.de/itm/100-x-…ksid=p2057872.m2749.l2649



    Gerne kannst du dieses Gerät mal ausprobieren.

    Viele Grüße

    Stefan

  • Hi Stefan,

    das hört sich ja sehr gut an. Die ersten drei jpg Dateien kann ich nicht öffnen. Wir können ja später darauf zurück kommen. Wenn es wieder möglich ist. Ich werde mich dann melden.

    "Jetzt habe ich erst mal fertig."

    Danke.

    Gruß Manfred

  • Die Bilder kann ich auch nicht sehen, vermutlich wurden sie übers Handy hochgeladen. Da gibt es schon mal Probleme, Volker kann ein Lied davon singen. Da muss Stefan das nochmal probieren...

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