mittwochs schleppen? der Verabredungsthread Teil 2

  • Wiedermal ein mega geiler Tag auf der Gillich........ grins


    10 Stunden tolles sonniges Wetter, es ging immer ein leichtes Lüftchen.

    Trotz der leichten Wärme von ca. 39 Grad, gab es eine flächendeckende leichte Thermik und wir haben schöne Flüge gemacht.


    Was Turbulatoren an manchen Fliegern bewirken, zeigte meine ASG 29 mal wieder. Am Seiten- und Höhenruder machte es aus dem Segler einen echt anderen Flieger. Er reagierte plötzlich deutlich mehr auf das Seitenruder und ließ sich damit schön in der Thermik kreisen und viel besser zentrieren. smiley40


    Später haben wir bei einem lauen Lüftchen die RES Flieger raus geholt und mit Seil oder Felix-Schlepper ganz chillige Flüge in den Abendhimmel gezaubert.sommer


    So kann man das Leben jeden Tag genießen............ ich bin dabei !!!


    Gruss und genießt den herrlich warmen Sommer


    Torsten

  • Zu Torstens ASG muss ich auch noch ein paar Worte verlieren...


    Die wird mit Winglets geliefert und sieht sehr schick aus. Leider war sie fast nicht fliegbar bei den ersten Einsätzen, da sie sich nur von Strömungsabriss zu -abriss hangelte und das bei Geschwindigkeiten, bei denen man gar nicht mit sowas rechnet.


    Wir haben dann versuchsweise mal die Winglets weggelassen und das war schon eine dramatische Verbesserung. Also völlige Falschauslegung...


    Jetzt war sie schon deutlich besser fliegbar, aber immer noch hatte sie hier da die Abrisse, die einem das Leben schwer machen konnten, nix mit chilligem fliegen.


    Torsten hat jetzt nochmal Zackenband zugeschnitten und auf der Oberseite des Höhenruders bei ca. 30-40% der Profiltiefe einen Streifen aufgebracht sowie vor dem Seitenruderspalt


    und jetzt


    fliegt sie wie sie es soll. Aufgrund der früheren Erfahrungen wartet man immer noch auf den Abriss, aber er kommt nicht. Die gestrige Thermik liess sich wunderbar auskurbeln.


    Der Flieger hat also von Haus aus eine eher fragwürdige aerodynamische Auslegung, aber man bekommt ihn in den Griff.

  • Turulatoren können sehr starken Einfluss auf die Langsamflugeigenschaften nehmen, Auf der Oberseite der Tragflächen bei ca 20% der Flächentiefe angebracht oder genauer Tangente von der Profilsehne bei 8%. Bei schwierigen Profilen wie zB E205 wird der langsame Kurvenflug deutlich verbessert. Was in der manntragenden Fliegerei nicht wegzudenken ist, wird von vielen Modellfliegern nicht beachtet. Wer sich hierfür interessiert sei die Seite aerodesign.de von Hartmut Siegmann empfohlen, der weiß wovon er redet. Was mich sehr interessiert , warum das weglassen der Winglets zu einer Verbesserung geführt hat. sollten die Winglets doch den induzierten Wiederstand günstig beeinflussen.


    Viele Grüße Thomas.

  • Hallo Thomas,


    für die Berechnung von Modell-Winglets gibt es kein hobbymäßiges PC-Programm.

    Aber selbst mit "XFOIL & Co" ist das eigentlich nicht möglich, denn die Bedingungen die an "unseren" Tragflächen auftreten, gibts in der manntragenden Fliegerei nicht!

    Darum gibt´s auch keine vernünftigen Rechenmodelle.

    Winglets, die am Modell funktionieren, gibt es in der Praxis. Der Konstritör weiss zwar nicht, warum er so viel Glück hatte, aber es ist wie beim Doc: Wer heilt hat Recht....


    Ansonsten ist die optimale Auslegung von Winglets nicht trivial. Die Strömungen am Wingletfuss sind absolut unberechenbar bei den RE-Zahlen, die bei uns auftreten.

    Im Kundenauftrag sollte ich mich um eine Lösung bemühen.

    Nachdem ich mit einem weltbekannten Profilpapst darüber diekutiert habe, weiss ich, das ich nix weiss.


    mfg Paul

  • Wie Paul schon sagte, ist der Übergang vom Flügel zum Winglet die erste große Hürde bei der Auslegung dieser Teile und vor allen Dingen im Modellbereich noch viel mehr als im manntragenden Bereich. Hinzu kommen dann noch Profilierung und Anstellwinkel der Flosse.


    Problem ist fast immer die sog. Re(ynolds)-Zahl. Das ist eine dimensionslose Zahl, mit der das Turbulenzverhalten eines Körpers beschrieben werden soll. In diese Zahl gehen demnach die Geschwindigkeit ein, die sog. dynamische Viskosität des Umgebungsmediums (= Luft oder Wasser, also je nach Bereich quasi eine Konstante) und (der Casus Knacksus) die Laufbahnlänge des umströmten Körpers.


    Alle Vorhersagen zum Turbulenzverhalten werden umso schwieriger, je langsamer die Geschwindigkeit ist und je kürzer die umströmte Fläche ist.


    Da liegt der Hund begraben, weshalb die Auslegung von Winglets oder auch "nur" schmalen Flügeln wie beispielsweise bei der SB10 im Modellbereich alles andere als einfach ist.


    Um wieder zur ASG zu kommen, dort waren die Winglets extrem schmal und hatten ein ausgesprochen dickes Profil, noch dazu nahezu symmetrisch, mit anderen Worten, die sahen schon fragwürdig aus.


    Da bleibt die Frage, wer die aerodynamische Auslegung eines Modellflugzeuges macht. Ich würde behaupten, dass 80% der vorbildähnlichen und BrotundButterflieger da wenig Zuneigung erhalten und ihre Auslegung auf Erfahrungswerten (haben wir immer schon so gemacht) basieren.


    Das geht meistens gut, aber spätestens bei Winglets wird es schwierig. Schaut man heute in die Wettbewerbsklassen F3x F5x und wie sie alle heissen, steigt da der der Aufwand zur aerodynamischen Auslegung mittlerweile immens an. Zum einen weil das Wissen da ist und zum anderen aufgrund teilweise hervorragender Computerprogramme, deren Zugänglichkeit heute kein Problem mehr darstellt.


    Viele Kleinserienhersteller arbeiten heute eng mit Aerodynamikern zusammen und lassen sich das teilweise echt ne Stange Geld kosten. Man sieht aber auch deutlich die Leistungssprünge, die in den letzten Jahren gemacht wurden. Wenn man heute beispielsweise 2 F3J Modelle, die auslegungsmäßig 10-15 Jahre auseinander liegen miteinander vergleicht, da sind die Unterschiede schon gewaltig, obwohl die Bauweise zunächst mal gleich ist (Voll Gfk,- CfK).


    Achja, man könnte Bücher drüber schreiben sommer116

  • Ein Hinweis noch: Die Seite von Hartmut Siegmann, aerodesign.de, ist immer noch lesenswert, auch wegen der kurzweiligen Schreibe, aber hier und da gibt es mittlerweile auch neuere Erkenntnisse.


    Beispielsweise ist die Position von anzubringenden Turbulatoren (Zackenbändern) heute nicht mehr unumstößlich auf der Oberseite der Flügel, auch die Unterseite der Flügel kurz vor den Querrudern kommt in Frage wegen der sog. Zirkulationsströmung, die man ebenfalls positiv beeinflussen kann.


    Hier noch mal ein link zu anderen Seiten: Links zu Aerodynamikseiten

  • ... die Position von anzubringenden Turbulatoren (Zackenbändern) ... auch die Unterseite der Flügel kurz vor den Querrudern kommt in Frage wegen...

    Wir haben auch noch was zu genau diesem Thema im internen Bereich: 'Beiträge aus Zeitschriften..Turbulatoren' vom 1. August 2018. Dort gibt es auch einige Tipps zur richtigen Positionierung.


    V.G. Michael

  • Code
    Am Mittwoch wechselnd bewölkt, dabei schauerartiger Regen, teils gewittrig durchsetzt. Höchstwerte zwischen 23 und 27 Grad. Mäßiger Wind aus Südwest bis West.
    In der Nacht zu Donnerstag erst wolkig und regnerisch, zum Morgen Auflockerungen. Tiefstwerte 15 bis 12 Grad.
    
    Da gehe ich doch auch lieber
    morgen fliegen

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