• Hallo zusammen,

    Ich möchte einen durch Landungen in ungeeignetem Gelände verkratzten GFK-Rumpf sanieren.

    Im Wesentlichen geht es darum die Teils tiefen Riefen im Rumpf zu füllen (dafür der Spachtel) und nach intensivem schleifen zu grundieren und anschließen zu lackieren.

    Ich habe mich mal etwas umgeschaut und bin auf diesen Spachtel gestoßen.

    Meine Frage an die Experten, taugt der für die gestellte Aufgabe oder gibt es was Besseres?

    Gruß Volker.

    Fliegen macht glücklich!

  • Hallo Volker,

    aber achte bitte darauf das du bei der von dir beschriebenen Arbeit keinen

    Füllspachtel sondern Feinspachtel nimmst.

    Leichtspachtel muss es nicht sein bei kleinen Beiarbeiten.

    Johannes

  • Ralph Tacke

    So locker würde ich das nicht sehen. Habe auch schon mit Polyesterspachtel aus dem Baumarkt gearbeitet. Mich stört dabei das der nicht fließfähig genug ist um in feinen Srukturen zu haften. Außerdem schrumpft der deutlich nach Aushärtung, Muß daher mehrfach aufgetragen werden.

    Johannes

    In der Beschreibung steht doch Feinspachtel, also deinen Segen hätte ich dann.

    Ansonsten alles in Ordnung, Stefan füllt mir was ab wenn er seinen Stein los ist 😊.

    Fliegen macht glücklich!

  • Guten Morgen zusammen,


    ich melde mich hier auch mal zu Wort.

    In der Tat ist es schwierig diese pastösen Spachtelmassen in die Vertiefungen gerade bei kleinen Kratzern einzuarbeiten.

    Bedingt duch die Kappilarwirkung und die Oberflächenspannung hat die Spachtelmasse das besteben sich auf die beiden Kanten abzustüzen, dh, er zieht sich wieder etwas aus dem Kratzer heraus.

    Man kann dieses jetzt wie folgt umgehen entweder die Spachtelmasse mit viel Anpressdruck in die Riefen einarbeiten oder eine Spachtelmasse wählen die eine geringere Viskosität hat.

    Grundsätzlich rate ich außnahmslos und wirklich außnahmslos immer zu einem 2K Produkt.

    Die Gefahr das sich die Materialien nicht untereinander vertragen ist viel hoch.

    Ursache sind hier das 1K Produkte durch das ausgasen von Lösungsmitteln aushärten.

    Im Anschluss wird auf einen lösungsmittellöslichen Untergrund wieder mit einem lösungsmittelhaltigem Lack lackiert.

    Die Basis ist hier dann (lösungsmittellöslicher Untergrund-lösungsmittelhaltiger Lack)

    Ergebniss <--- Ungewiss kann gutgehen, oder nicht- endet mit abschleifen, mit Verdünnung abwaschen ärgern und fluchen....

    Das alles brauche ich nicht ,deshalb verwende ich noch nicht mal Sprühdosenlack, sondern immer ein 2Komponenten Lack.

    Ich habe hier auch natürlich den entsprechenden Durchsatz, für denjenigen der 2 mal im Jahr was lackiert dem rate ich die Sachen abzugeben und lackieren zu lassen anstatt auf 1K Lacke zurückzugreifen.

    Ich bin da gerne behilflich als auch bestimmt andere Vereinskollegen.

    Von Spritzspachtel bin ich eher nicht so von begeistert, dieser trägt in der gesamten Fläche auf, wo dann mühselig der überstand wieder auf die Ebene heruntergeschliffen werden muss. Dieser Spachtel hat auch immer die Neigung einzufallen bei den GFK Flächen die wie ein Spiegel sind ,merkt man das dann das die Fläche aussieht wie eine wahnsinnige Orangenhaut.

    Noch als Hinweis Spachtelmassen werden trocken geschliffen nicht nass.

    Im Regelfall ist der Polyesterspachtel hygroskopisch -d.h dieser zieht Wasser an und lagert das Wasser ein.

    Falls wirklich der Nassschliff nötig bitte genug ablüften lassen!

    Das wäre denn die super Basis, eingewässerter Polyesterspachtel, mit 1K Grundierung und 2K Lack.... <- Eine Totsünde!

    Ich kann diesen Aufsatz noch ewig weiterschreiben aber letztlich muss jeder für sich selber entscheiden was für einen Qualitätsanspruch besteht.

    Mal eben aus der Dose drüberjauchen mit Spachtelfehlern, Materialmischungen, Silikonkochern,usw mache ich nicht... andere schon, muss eben jeder selber wissen.

    VolkerB schicke mir mal ein Bild von der Oberfläche dann kann ich das passende Produkt auswählen.

    Viele Grüße

    Stefan der hoffentlich bald Nierensteinlos ist... <X

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan R. (25. Oktober 2022 um 09:55)

  • Ich habe die beste Erfahrung mit Polyester Feinspachtel gemacht. Zuerst trage ich ihn mit einem ca. 15 mm breiten Spachtel feste kratzend über die Rillen / Übergänge hauchdünn auf. Wenn ich sehe, daß er sich aufwirft, also dort Luft drunter ist, kratze ich ihn wieder fast weg und trage ihn wieder dünn kratzend auf. So "verschließe" ich auch Schleifspuren vom vorher 80er Trockenschliff wo ich mit dem Schmirgel abgerutscht bin.

    Danach trage ich nocheinmal sofort anschließend eine zweite dünne Schicht auf. Nicht dick drüber spachteln. Das könnte Poren, also später Löcher geben.

    Dann lasse ich sie mindestens 24 Std aushärten.

    Trocken werden dann nur eventuelle Wülste mit 300er etwas vorgeschliffen. Aber nicht über die Fläche, nur die Wülste etwas abtragen.

    Danach schleife ich nur noch mit 1200 er naß. Ist zwar mühsehlig, bringt aber keine tiefen Schleifspuren die die Fläche wieder verhunzen.

    Diese Oberfläche ist am besten zum Grundieren geeignet. Dann auch wieder mindestens 24 Std bis zum Grundieren warten. (Warum siehe Bericht vom Stephan) Diese Arbeiten immer mit Schleifklotz!

    Nur trocken schleifen ist .... weil man Unmengen an Schleifpapier braucht. Setzt sich sofort zu. Und staubt.

    Wenn dann nach der Grundierung keine Fehler mehr zu sehen sind, mit 2000er naß bis die Fläche matt glänzt. Ist die Fläche konkav, mache ich es mit der Hand. Sonst immer mit einem Schleifklotz. Dann am nächsten Tag lackieren.

    Stephan mag als Fachmann für Autolackiererei Recht haben. Aber große Flächen, auf denen man später die Lichtspiegelungen sieht, sind ein anderes Gebiet.

    Naja, so mache ich es. Es hat sich so als Bestes nach einem halben Jahrhundert Erfahrung herausgestellt. 4y Trotzdem lerne auch ich nie aus. ;)

    Gruß Manfred 8)

  • Hallo Manfred,

    in meinen Augen bist Du schlau genug!

    Für kleine Kratzer wüsste ich auch keine bessere Arbeitsweise.

    Was ich noch beisteuern kann:

    Bei solchen Arbeiten nur HOCHWERTIGES Schleifpapier verwenden. OBI & Co ist absolut "für die Tonne"!

    Sehr gut ist z.B. "Micro-Mesch" oder "3M-401Q".

    mfg Paul

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